Foto: Benjamin Hahn

Selbstversuch: Bike gegen Auto

Lässt sich ein eingefleischter Autofahrer, dessen Weg zur Arbeit reichlich Höhenmeter aufweist, zum Umstieg aufs Rad bewegen? Unser Autor hat es einen Monat lang getestet.

Schon verrückt, wie man als Journalist manchmal zu seinen Geschichten kommt. Nehmen wir nur mal den Herbst 1998. Damals als Volontär musste ich mit einem fingierten Pannenauto bei nasskalten vier Grad an einer zugigen Bundesstraße warten, bis jemand zum Helfen anhält. Es hielt natürlich keiner. Was blieb? Eine hartnäckige Blasenentzündung, die Erkenntnis, nur Autos mit Mobilitätsgarantie zu fahren und sich in Zukunft nicht für jede Story herzugeben. Wohl aber für diese: „Hey,willst du vier Wochen dein Auto gegen ein Rad tauschen?“ Natürlich heuchle ich als auto motor und sport-Redakteur Bedenken vor: „Ich weiß nicht. Mal sehen.“ Kunstpause. „Ist auch ein schnelles S-Pedelec.“ – „Okay, ich überleg es mir mal.“ Auflegen. Yippiee schreien.

Ein paar Tage später steht mein Test-Stromer auf dem Hof. Schlicht, schön, orangemetallic. Was für ein cooles Ding, da wirkt selbst der blaue BMW X2-Testwagen blass. Selbst wenn ich eher auf vollgefederte Bikes stehe und bei E-Bikes Mittelmotor favorisiere: Das STX1 hatwas. Etwa einen kräftigen Nabenmotor. Dessen flüsternde 800 Watt begeistern,wenn der Weg zur Arbeit morgens verführerische 250 Höhenmeter abwärts bedeutet, abends aber zähe 250 aufwärts, speziell wenn man die abseitige verkehrsarme Route wählt. Stuttgarter Kessel halt.

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